Erektionsstörung? Antworten auf die 15 häufigsten Fragen (2026)
Die Erektionsstörung gehört zu den häufigsten sexuellen Beschwerden bei Männern
Kurze Antwort: Erektionsstörungen treten häufig auf, nehmen mit zunehmendem Alter zu und sind oft auf eine Kombination aus körperlichen, psychischen und lebensstilbedingten Faktoren zurückzuführen. In den meisten Fällen lassen sie sich gut erklären und behandeln.
Die Erektionsstörung gehört zu den häufigsten sexuellen Beschwerden bei Männern, doch sie ist nach wie vor mit einem Tabu behaftet. Das ist bedauerlich, denn die meisten Fragen, die Männer dazu haben, lassen sich mit Fakten beantworten. Dieser Artikel geht auf die am häufigsten gestellten Fragen ein: von der Häufigkeit des Auftretens bis hin dazu, wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten.
Wie häufig treten Erektionsstörungen auf?
Erektionsstörungen treten häufiger auf, als die meisten Männer annehmen, und nehmen mit zunehmendem Alter zu. Untersuchungen zeigen, dass etwa 40 % der 40-jährigen Männer in gewissem Maße davon betroffen sind; bei 70-jährigen Männern steigt dieser Anteil auf rund 70 %. Dieser deutliche altersbedingte Anstieg steht in engem Zusammenhang mit kardiovaskulären Risikofaktoren, die häufig die gemeinsame zugrunde liegende Ursache darstellen. Dass dies so häufig vorkommt, bedeutet nicht, dass es „normal“ ist, das Problem zu ignorieren: Es handelt sich um ein Symptom, das unabhängig vom Alter ernst genommen werden sollte.
Was sind die häufigsten Ursachen für Erektionsstörungen?
Erektionsstörungen entstehen durch eine Störung der Blutversorgung der Schwellkörper des Penis, die normalerweise bei sexueller Erregung zunimmt. Zu den körperlichen Ursachen zählen unter anderem Gefäßerkrankungen wie Arteriosklerose, Diabetes sowie hormonelle Faktoren wie ein niedriger Testosteronspiegel. Untersuchungen zu Risikofaktoren bei Erektionsstörungen zeigen, dass vaskuläre und metabolische Erkrankungen zu den wichtigsten körperlichen Ursachen gehören.
Darüber hinaus spielen psychologische Faktoren wie Stress, Leistungsdruck und Angst eine große Rolle, oft in Verbindung mit Lebensstilfaktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum, Übergewicht und Bewegungsmangel. In der Praxis liegt selten nur eine einzige Ursache vor: Meistens handelt es sich um das Zusammenspiel mehrerer Faktoren.
Können Erektionsstörungen auch psychischer Natur sein?
Ja, Erektionsstörungen können ganz oder teilweise psychischer Natur sein. Stress und Angst regen das sympathische Nervensystem an, was die Durchblutung des Penis verringert und eine Erektion erschwert, auch wenn körperlich alles in Ordnung ist. Dieser Mechanismus erklärt, warum viele Männer unter stressbedingten Erektionsstörungen oder unter Erektionsstörungen aufgrund von Leistungsdruck leiden, insbesondere in neuen Beziehungen oder in angespannten Phasen.
Körperliche und psychische Ursachen stehen zudem nicht im Widerspruch zueinander: Sie treten häufig gemeinsam auf und verstärken sich gegenseitig. Eine offene Kommunikation mit dem Partner über die aktuellen Probleme kann bereits viel Spannung abbauen.
Ab welchem Alter treten Erektionsprobleme häufiger auf?
Erektionsstörungen nehmen mit zunehmendem Alter deutlich zu, sind jedoch kein ausschließliches Problem älterer Männer. Die Prävalenz steigt von etwa 40 % im Alter von 40 Jahren auf etwa 70 % im Alter von 70 Jahren, was vor allem auf die im Laufe der Zeit zunehmende Häufung von kardiovaskulären Risikofaktoren zurückzuführen ist. Dennoch suchen auch Männer in ihren Zwanzigern und Dreißigern regelmäßig wegen dieser Beschwerden einen Arzt auf, oft mit einer stärkeren psychischen Komponente wie Leistungsdruck oder Stress. Das Alter ist also ein Risikofaktor, keine Voraussetzung: Jede Altersgruppe kann davon betroffen sein.
Kann mein Lebensstil Erektionsprobleme verursachen oder verschlimmern?
Der Lebensstil hat einen direkten und messbaren Einfluss auf die Erektionsfähigkeit. Rauchen schädigt die Blutgefäße und beeinträchtigt dadurch die Durchblutung, während übermäßiger Alkoholkonsum sowohl die Durchblutung als auch das Nervensystem negativ beeinflusst: Der Zusammenhang zwischen Alkohol und Erektionsstörungen ist gut dokumentiert. Auch Übergewicht spielt eine große Rolle, da es häufig mit dem metabolischen Syndrom und Gefäßschäden einhergeht, wie Untersuchungen zu erektilen Funktionsstörungen aufgrund von Übergewicht zeigen.
Bewegungsmangel und zu wenig Schlaf verstärken diese Auswirkungen noch weiter. Ein Übersichtsartikel zum Thema Lebensstil in der Urologie bestätigt, dass Anpassungen in diesen Bereichen einen messbaren positiven Effekt auf die Erektionsfähigkeit haben.
Verschwinden Erektionsprobleme von selbst?
Das hängt stark von der Ursache ab. Vorübergehende Erektionsstörungen aufgrund von Stress, Müdigkeit oder einer einmaligen Stresssituation klingen oft von selbst ab, sobald diese Situation gelöst ist. Deuten die Beschwerden jedoch auf eine zugrunde liegende körperliche Ursache hin, wie beispielsweise Gefäßschäden, ein hormonelles Ungleichgewicht oder einen niedrigen Testosteronspiegel, so verschwinden sie in der Regel nicht ohne gezielte Behandlung. Anhaltende oder wiederkehrende Beschwerden sind daher ein Signal, nicht abzuwarten, sondern die Ursache abklären zu lassen.
Wann sollte ich bei Erektionsproblemen einen Arzt aufsuchen?
Es ist ratsam, einen Arzt aufzusuchen, sobald die Beschwerden länger als einige Wochen bis Monate anhalten oder wiederkehren. Dies gilt insbesondere für Männer über 40 Jahre, da Erektionsstörungen in diesem Alter ein frühes Warnsignal für zugrunde liegende Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein können. Auch bei Schmerzen, einer plötzlichen Veränderung der Erektionsfähigkeit oder deutlichen Auswirkungen auf Ihre Partnerschaft oder Ihr Wohlbefinden ist ein Termin beim Hausarzt angebracht. Laut dem „Farmacotherapeutisch Kompas“ ist eine gründliche Anamnese unerlässlich, um zwischen körperlichen, hormonellen und psychischen Ursachen zu unterscheiden, was unmittelbar darüber entscheidet, welcher Behandlungsansatz angemessen ist.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Erektionsstörungen?
Die Behandlung von Erektionsstörungen erfolgt in der Regel auf drei Ebenen, oft in Kombination. Anpassungen des Lebensstils wie das Aufhören mit dem Rauchen, weniger Alkohol und mehr Bewegung wirken den zugrunde liegenden Gefäßschäden und metabolischen Risikofaktoren entgegen. Bei einer eindeutigen psychologischen Komponente kann eine Gesprächstherapie oder die Begleitung durch einen Sexualtherapeuten helfen, Muster im Zusammenhang mit Stress, Angst oder verminderter Libido zu durchbrechen.
Darüber hinaus gibt es medizinische Behandlungen unter ärztlicher Aufsicht, die nach einer fundierten Diagnose als Ergänzung zu einer Umstellung der Lebensweise und einer begleitenden Betreuung eingesetzt werden können. Diese Kombination verschiedener Ansätze ist in der Regel wirksamer als der ausschließliche Einsatz eines einzigen Ansatzes.
Kann ich selbst etwas unternehmen, bevor ich mir Hilfe suche?
Ja, bereits einige Änderungen des Lebensstils können einen Unterschied bewirken, bevor Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Mehr Bewegung, weniger Alkohol, das Aufhören mit dem Rauchen und ausreichend Schlaf verbessern die Durchblutung und reduzieren Stresshormone, die die Erektionsfähigkeit beeinträchtigen. Auch ein bewusster Umgang mit Stress, beispielsweise durch Entspannungsübungen oder das Gespräch mit dem Partner, kann psychisch bedingte Beschwerden lindern. Diese Maßnahmen beheben jedoch nicht jede Ursache: Bei anhaltenden Beschwerden ist ein Arzt nach wie vor die richtige Anlaufstelle, um die genaue Ursache zu ermitteln.
Benötigen Sie Hilfe bei Erektionsproblemen?
Anhaltende Erektionsprobleme sind kein Grund zur Panik, aber ein Grund, die Ursache abklären zu lassen. Ein Arzt kann feststellen, ob es sich um eine körperliche, psychische oder eine kombinierte Ursache handelt und welche Vorgehensweise in diesem Fall geeignet ist. Eine medizinische Behandlung unter ärztlicher Aufsicht kann in Kombination mit einer Anpassung des Lebensstils und gegebenenfalls einer begleitenden Betreuung wirksam zu einem verbesserten Sexualleben beitragen, wobei sexuelle Erregung jedoch eine Voraussetzung für die Wirksamkeit bleibt. Wer dies abklären lassen möchte, kann über das Online-Erstgespräch von Fellos einen ersten Schritt unternehmen.
Häufig gestellte Fragen
Sind Erektionsprobleme in meinem Alter normal?
Erektionsstörungen treten in jedem Alter auf, doch die Wahrscheinlichkeit steigt mit zunehmendem Alter. Im Alter von vierzig Jahren sind etwa 40 % der Männer gelegentlich davon betroffen, im Alter von siebzig Jahren etwa 70 %. Auch in jüngeren Jahren sind sie keine Seltenheit, oft mit einer psychischen Ursache wie Stress.
Kann Stress tatsächlich eine Erektion beeinträchtigen?
Ja, Stress aktiviert das sympathische Nervensystem, was die Durchblutung des Penis verringert. Dies kann eine Erektion erschweren, auch wenn körperlich alles in Ordnung ist. Entspannung und das Ansprechen der Anspannung mit dem Partner helfen oft schon.
Wie lange muss ich warten, bevor ich einen Arzt aufsuche?
Sollten die Beschwerden länger als einige Wochen bis Monate anhalten oder immer wieder auftreten, ist ein Termin beim Hausarzt ratsam. Dies gilt insbesondere für Männer über 40, da Erektionsstörungen in diesem Alter auf ein zugrunde liegendes kardiovaskuläres Risiko hindeuten können.
Ist es sicher, Erektionsstörungen durch eine Anpassung der Lebensweise selbst zu beheben?
Änderungen des Lebensstils wie das Aufhören mit dem Rauchen, weniger Alkohol und mehr Bewegung sind unbedenklich und können bereits einen Unterschied bewirken. Sie beseitigen jedoch nicht jede Ursache; bei anhaltenden Beschwerden ist daher weiterhin ein Arzt erforderlich, um die genaue Ursache festzustellen.
Was kostet ein Erstgespräch bei Fellos bei Erektionsstörungen?
Die Kosten für ein Erstgespräch sind zum Zeitpunkt der Anmeldung auf der Website von Fellos angegeben. Während des Online-Erstgesprächs erfasst ein Arzt die Beschwerden und mögliche Ursachen, woraufhin eine passende Empfehlung folgt.
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Dieser Inhalt wurde zuletzt aktualisiert am
5/10/2026

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