Was ist Alopezie? Ursachen, Arten und Behandlung

Veröffentlicht am
19/8/26
Letzte Aktualisierung
19/8/2026
Die Zusammenfassung

Alopezie kann verschiedene Formen und Ursachen haben. Erfahren Sie, wie Sie diese erkennen und warum die richtige Diagnose für die Behandlung wichtig ist.

Kurze Antwort: Alopezie ist der medizinische Sammelbegriff für Haarausfall und umfasst mehrere Formen, die jeweils unterschiedliche Ursachen haben. Bei Männern ist die androgenetische Alopezie am häufigsten, sie ist erblich bedingt und hormonell bedingt; andere Formen, wie beispielsweise Alopecia areata, erfordern eine ganz andere Behandlung.

Man bemerkt, dass das Haar dünner wird, oder vielleicht entdeckt man plötzlich eine kahle Stelle. „Alopezie“ ist dann schnell der Begriff, auf den man stößt, doch dieser Begriff umfasst bei weitem nicht nur eine einzige Erkrankung. Die bei Männern am häufigsten vorkommende Form verläuft schleichend und ist erblich bedingt; andere Formen treten plötzlich auf oder haben eine völlig andere Ursache, wie beispielsweise ein überaktives Immunsystem. Dieser Artikel erklärt, was Alopezie genau ist, welche Arten es gibt, wie man sie voneinander unterscheidet und welche Behandlung zu welcher Form gehört.

Was genau ist Alopezie?

Alopezie bedeutet Haarausfall oder Kahlheit und ist ein Oberbegriff, keine Diagnose an sich. Unter diesem Begriff fallen mehrere Erkrankungen, die jeweils ihre eigene Ursache und ihre eigene Behandlungsstrategie haben. Die androgenetische Alopezie ist bei Männern die mit Abstand häufigste Form: ein erblich bedingter, hormonell bedingter Haarausfall, der schleichend verläuft. Alopecia areata ist eine Autoimmunreaktion, bei der das Immunsystem die eigenen Haarfollikel angreift, was zu fleckförmigen kahlen Stellen führt.

Narbige Alopezie, auch als cicatriziale Alopezie bezeichnet, entsteht, wenn die Haarfollikel selbst dauerhaft geschädigt werden, beispielsweise durch Entzündungen, Traumata oder eine Hauterkrankung, wodurch das Haarwachstum an dieser Stelle endgültig zum Erliegen kommt. Daneben gibt es weniger bekannte Formen wie das telogene Effluvium, einen vorübergehenden Haarausfall, der nach Stress, Krankheit oder einem einschneidenden Ereignis auftreten kann. Entscheidend ist, dass die Ursache darüber entscheidet, was wirkt: Ein Mittel, das bei der einen Form gut anschlägt, zeigt bei der anderen keinerlei Wirkung.

Androgenetische Alopezie: die häufigste Form bei Männern

Androgenetische Alopezie entsteht dadurch, dass Dihydrotestosteron (DHT) dazu führt, dass empfindliche Haarfollikel allmählich miniaturisieren. Dies geschieht über das Enzym 5-Alpha-Reduktase, das Testosteron in DHT umwandelt, und betrifft vor allem Männer mit einer erblichen Veranlagung dafür. Untersuchungen zum Mechanismus des männlichen Haarausfalls zeigen, dass diese Miniaturisierung einem festen, vorhersehbaren Muster folgt, das anhand der Norwood-Skala von Stadium 1 bis 7 dargestellt wird. Der Haarausfall beginnt in der Regel am Haaransatz, mit charakteristischen Einbuchtungen, sowie am Scheitel. Diese Form verläuft progressiv, ist jedoch gut behandelbar, insbesondere in den frühen Stadien 1 bis 4. Genau auf diese Form konzentriert sich die Behandlung des androgenetischen Haarausfalls bei Fellos mit Finasterid, Dutasterid und Minoxidil. Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie diese Form entsteht? Lesen Sie auch über die Ursachen von Haarausfall.

Alopecia areata: eine andere Erkrankung mit einem anderen Behandlungsansatz

Alopecia areata ist eine Autoimmunerkrankung und hat – anders als die androgenetische Alopezie – nichts mit DHT oder Vererbung zu tun. Das Immunsystem greift dabei gesunde Haarfollikel an, wodurch plötzlich runde, scharf abgegrenzte kahle Stellen entstehen, meist auf dem Kopf, manchmal aber auch im Bart oder an den Augenbrauen. Eine aktuelle Übersichtsarbeit zeigt, dass Alopecia areata etwa 2 % der Menschen im Laufe ihres Lebens betrifft und in jedem Alter auftreten kann, auch bei jungen Männern. Der Verlauf ist unvorhersehbar: Die Erkrankung kann sich von selbst zurückbilden, aber auch wiederkehren.

Wichtig zu wissen: Finasterid, Dutasterid und Minoxidil sind nicht für Alopecia areata vorgesehen und wurden hierfür weder untersucht noch zugelassen. Diese Mittel wirken auf DHT oder die Durchblutung ein, nicht jedoch auf den Autoimmunprozess, der bei Alopecia areata die Haarfollikel angreift. Die Behandlung von Alopecia areata, beispielsweise mit Kortikosteroiden oder einer Immuntherapie, fällt nicht in das Leistungsspektrum von Fellos. Bei Verdacht auf diese Form – plötzliche, kreisrunde kahle Stellen – ist der Hausarzt oder Dermatologe der richtige Ansprechpartner.

Symptome erkennen: Woher weiß man, welche Form man hat?

Die Art und Weise, wie sich der Haarausfall entwickelt, verrät oft schon, um welche Form es sich handelt. Androgenetische Alopezie verläuft allmählich, beginnt am Haaransatz oder am Scheitel, lässt den Haarrand am Hinterkopf stets intakt und geht nicht mit Juckreiz oder Entzündungen einher. Alopecia areata hingegen tritt plötzlich auf, mit runden oder ovalen kahlen Stellen und einem scharfen Rand, manchmal begleitet von Juckreiz oder einem Kribbeln, und kann auch die Nägel mit kleinen Vertiefungen befallen. Bei der narbigen Alopezie sieht die Haut an der kahlen Stelle oft anders aus: glänzend, gerötet oder entzündet, und an dieser Stelle wächst kein Haar mehr nach. Sind Sie sich unsicher, um welche Form es sich handelt? Ein Arzt kann dies oft schnell durch eine körperliche Untersuchung feststellen.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Suchen Sie immer Ihren Hausarzt oder einen Dermatologen auf, wenn plötzlicher oder fleckenförmiger Haarausfall auftritt, wenn Juckreiz, Schmerzen oder Rötungen der Kopfhaut vorliegen oder wenn Haarausfall an ungewöhnlichen Stellen wie den Augenbrauen, im Bart oder an der Körperbehaarung auftritt. Auch schnell fortschreitende Kahlheit oder Unsicherheit über die Ursache sind Grund für einen Termin. Laut Thuisarts.nl ist eine ärztliche Beurteilung im Zweifelsfall immer der sicherste erste Schritt, zumal sich die Behandlung je nach Art völlig unterscheidet. Eine falsche Einschätzung kostet dich Zeit und bei manchen Formen möglicherweise auch Haarfollikel, die sich nicht mehr regenerieren.

Wie hilft Fellos bei androgenetischer Alopezie?

Fellos konzentriert sich ausschließlich auf androgenetische Alopezie und nicht auf andere Formen des Haarausfalls. Nach einer Online-Erstberatung beurteilt ein niederländischer Arzt Ihre Situation und bestätigt, ob es sich tatsächlich um androgenetische Alopezie handelt. Darauf aufbauend folgt ein persönlicher Behandlungsplan, meist mit Finasterid und/oder Minoxidil, und bei unzureichender Wirkung gegebenenfalls Dutasterid im Off-Label-Einsatz. Untersuchungen zur Wirksamkeit dieser Behandlungsoptionen zeigen, dass Ergebnisse meist nach 3 bis 6 Monaten sichtbar werden, wobei bei konsequenter Anwendung nach etwa 24 Monaten das maximale Ergebnis erreicht wird. Möchtest du wissen, welches Mittel am besten zu deiner Situation passt? Erfahre mehr über den Unterschied zwischen Finasterid und Dutasterid. Die Behandlung von Fellos ist ausdrücklich nicht geeignet und nicht vorgesehen für Alopecia areata oder narbige Alopezie.

Die richtige Diagnose ist der erste Schritt

Alopezie ist keine einheitliche Erkrankung: Die Form bestimmt, was wirkt. Bei erblich bedingtem Haarausfall, der androgenetischen Alopezie, kann Fellos mit bewährten Medikamenten und medizinischer Begleitung rechtzeitig eingreifen, am besten bereits in den frühen Norwood-Stadien. Bei anderen Formen des Haarausfalls, wie Alopecia areata oder narbiger Alopezie, ist eine korrekte Diagnose durch einen Arzt der erste und wichtigste Schritt, bevor eine Behandlung in Betracht gezogen wird.

Quellen

Fellos wendet strenge redaktionelle Richtlinien für Quellen an, um die Genauigkeit und Aktualität unserer Inhalte zu gewährleisten. Unsere Inhalte basieren auf wissenschaftlichen Veröffentlichungen, Forschungsergebnissen akademischer Einrichtungen und renommierter medizinischer Organisationen. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Teilen Sie uns dies bitte unter care@fellos.nl mit.

‍Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine medizinische Beratung dar. Die darin enthaltenen Informationen sind kein Ersatz für professionelle medizinische Beratung und sollten niemals als solche herangezogen werden. Besprechen Sie die Risiken und Vorteile jeder Behandlung stets mit Ihrem Arzt.

Dieser Inhalt wurde zuletzt aktualisiert am

19/8/2026

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